Das Hotelleitsystem
Die Geschichte des Hotelleitsystems in Bad Tölz
Seit 1986 bestand im Stadtgebiet ein "kleines" Hotelleitsystem. Dieses entsprach nicht mehr dem aktuellen Stand sowie den heutigen Standards und bedurfte daher einer Reformierung. Der Stadtrat entschied sich daher ein neues Hotelleitsystem zu erstellen. Bad Tölz ist mit seinen über 18.000 Einwohnern seit 1899 Heilbad und verfügt über 3000 Gästebetten. Seit 1969 wird die Stadt als "Heilklimatischer Kurort" anerkannt. Ab 2005 wurde das Prädikat "Jodheilbad" zu Gunsten des Prädikats "Moorheilbad" aufgegeben.
In Zeiten der "Kurkrise" Mitte der neunziger Jahre erlitt die Stadt einen herben Rückgang der Übernachtungszahlen. In diesen Zeiten wurden alle Anstrengungen unternommen, um Patienten und Gäste zu halten bzw. wieder nach Bad Tölz zu bringen. U.a. sollte der Gast mehr Service erhalten. Dazu zählt auch das Hotelleitsystem.
Der Zweck des Hotelleitsystems
Für den Fremdenverkehr ist ein Hotelleitsystem von entscheidender Bedeutung. Von Gästen, die kurzfristig und zu Zeiten, zu denen z.B. die Tourist-Information oder Geschäfte geschlossen haben, anreisen, wird eine Wegweisung besonders positiv empfunden. Gerade auch ältere Gäste, welche die Hauptzielgruppe der Stadt bilden, begrüßen ein einfaches System mit den entsprechenden Farben. Vielleicht kann damit sogar einer Abwanderung, auch ins benachbarte Tirol, entgegengewirkt werden.
Um das Prädikat Heilklimatischer Kurort zu sichern, ist eine Verkehrsberuhigung und gezielte Verkehrsführung/Kanalisation der Verkehrsströme unbedingt anzustreben. Ein Hotelleitsystem kann sicher dazu beitragen; auch wird der Suchverkehr, insbesondere im Badeteil, sich dadurch verringern und wesentlich zur Verkehrsberuhigung beitragen.
Die Funktionsweise des Hotelleitsystems
Aufgrund der Topografie sowie der Teilung von Bad Tölz wegen der quer durch die Stadt fließenden Isar ist eine Route für das Hotelleitsystem nicht möglich. Die Bundesstraßen dienen u.a. auch als innerörtliche Erschließungsstraßen, da die Isarbrücke als einzige innerstädtische Verbindung der Stadtteile dies nicht bewältigen kann. Eine vernünftige Verkehrsführung konnte nur unter Einbeziehung der Bundesstraßen erfolgen, da ansonsten das komplexe und grundsätzlich funktionierende Einbahnstraßensystem nicht mehr klappen würde.
Nun zur Funktionsweise des Leitsystems. Das Stadtgebiet wird in 6 farblich unterschiedliche Bezirke aufgeteilt.
Eine genaue Karte finden Sie hier!
Der Gast wird mittels farbiger Betten-Piktogramme, welche in die Wegweiser integriert werden zentral an die Infostelle am Parkplatz Arzbacher Straße (P 1) geleitet, sofern er nicht schon von seinem Gastgeber in der Reservierungsbestätigung sein Farbziel mitgeteilt bekommen hat. Am Parkplatz kann sich der Gast erkundigen, in welchem (farbigen) Bezirk seine Unterkunft liegt. Von dort wird er dann mit Verkehrsschildern in den Bezirk geleitet. Dort angekommen, wird er durch ein Verkehrsschild direkt zu seiner Unterkunft gelotst.
Verschiedene Studien bewiesen, dass Farbgebungen den Autofahrer schneller, einprägsamer und sicherer als der reine Text auf den Verkehrszeichen ansprechen. Zeitgemäße Piktogramme auf den Wegweisern sollen diese Vorteile noch verstärken.







