So wurde aus Tollnze Bad Tölz

von den anfängen bis heute

eine gute geschichte


Der Name "Tölz" wird urkundlich erstmals um 1180 - noch in verschiedenen Schreibweisen -  erwähnt.
Auf der Burg zwischen den Mühlen auf dem Mühlfeld und einer kleinen Siedlung an der Isar residiert ein Vertreter des bayerischen Herzogs, Heinrich der Tölzer, der zum Namensgeber dieses aufstrebenden Ortes wird. Handwerk und Flößerei beginnen sich zu entwickeln.

1331 verleiht Kaiser Ludwig von Bayern dem Ort das erweiterte Marktrecht, die Markstraße zwischen Mühlfeld und Isarbrücke entsteht. Das Privileg regelmäßig Märkte abhalten zu dürfen, ist von entscheidender Bedeutung und bedingt die zunehmende Ansiedlung von Handel und Handwerk; die Marktfläche wird großzügig erweitert.
Nachdem 1453 ein großer Brand die Holzhäuser der Marktstraße, die Stadtpfarrkirche und Teile des Gries zerstört, wird die Marktstraße mit Hilfe des Wittelsbacher Herzogs Albrecht III. aus Stein wiedererrichtet. Diese Epoche wird zudem von der herzoglichen Pflegersfamilie Winzerer geprägt. Der bedeutendste, Kaspar III. Winzerer, ziert seit 1887 als Standbild die obere Marktstraße.

Die folgenden Jahrhunderte beherrschen die Flößer, die Kistler mit ihren "Tölzer Kästen", Truhen und Himmelbetten sowie die Bierbrauer das Gewerbe von Tölz.
Um 1700 existieren in dem Markt 22 Brauereien, besonders München wird von ihnen beliefert. 

Doch Tölz erlebt auch immer wieder unruhige Zeiten. Schwedische Truppen plündern und zerstören den Markt im Dreißigjährigen Krieg, während des Spanischen Erbfolgekriegs steht Tölz im Mittelpunkt der aufständischen Oberländer Bauern und auch die Pest und Hochwasser fordern immer wieder ihre Opfer. So wird 1770 das Schloss, ein Ausbau der letzten Burg, vom Hochwasser zerstört.  

Als der Bauernknecht Caspar Riesch 1845 am Sauersberg bei Tölz durch Zufall eine Jodquelle entdeckt, legt er unbewusst den Grundstein für einen neuen Wirtschaftszweig: den Kurbetrieb. Bäder und Kurbetriebe entstehen, eine hölzerne Wandelhalle und ein Kursaal werden gebaut. Der Tölzer Ortsteil "Krankenheil" erlebt einen rasanten Aufschwung, Mitte der 1870er- Jahre kommen bereits über 1000 Kurgäste nach Tölz.

Fortan zieht auch der Fortschritt ein: 1874 wird der Ort ans Eisenbahnnetz angeschlossen, ein Jahrzehnt später ans Stromnetz. Als einer der ersten Orte im Königreich Bayern verfügt man ab 1888 über elektrische Straßenbeleuchtung und 1899 gehen die ersten Telefone in Betrieb.
1899 erhält Tölz den Titel "Bad", sieben Jahre später wird der Markt Bad Tölz zur Stadt erhoben.

Bad Tölz zieht in der Folge auch Berühmtheiten wie die Fürstin Bismarck, Thomas Mann oder Mark Twain als Gäste an. Einer von ihnen, der Münchner Architekt Gabriel von Seidl, erlangt eine besondere Bedeutung  für die Stadt. Er gibt den noblen Kaufmannshäusern in der Marktstraße mit ihren alpenländischen Giebelfronten und Lüftlmalereien ein neues Gesicht, außerdem liefert er die Pläne für einige Privathäuser und für das Kurhaus. Sich selbst errichtet er ein eigenes Landhaus und macht Tölz somit zu seiner zweiten Heimat.

In den folgenden Jahrzehnten boomt der Bädertourismus, 1969 wird Bad Tölz das Prädikat Heilklimatischer Kurort verliehen.
Die Gesundheitsreformen der 1990er-Jahre bringen einen Einschnitt bei den sogenannten Sozialkuren, doch die Stadt Bad Tölz setzt auf ihre Kernkompetenzen: ein Gastgewerbe mit Herz und Tradition sowie große Erfahrung im Bereich Gesundheitsdienstleistungen. 2005 erhält man sogar ein weiteres Prädikat als Moorheilbad.

Auch heute noch ist die Verbindung von urbaner Infrastruktur und intakter Natur sowie die Nähe zur Metropole München attraktiv für Besucher von nah und fern. Dennoch heißt es auch für Bad Tölz mit der Zeit zu gehen und sich den geänderten Bedürfnissen der Gäste anzupassen. Das heutige Tourismuskonzept der Stadt hat drei Schwerpunkte: Gesundheit, Wellness und Tagungen. In diesen Bereichen werden in einem kontinuierlichen Prozess die Angebote erweitert und weiterentwickelt. Die Ansiedlung neuer Hotels sowie der Bau einer Spa- und Wellnessanlage sollen für Bad Tölz zusätzliche Zielgruppen erschließen.

Bad Tölz macht sich fit für die Zukunft!





 

Servus - Salut - Ciao

Bad Tölz pflegt enge und freundschaftliche Beziehungen zu zwei Partnerstädten:
den beiden Badeorten Vichy in Frankreich (seit 1966) und San Giuliano Terme in Italien (seit 2003).

2004 gründet sich der Städtepartnerschaftsverein 
Bad Tölz - Vichy - San Giuliano Terme e. V. , der ehrenamtlich, aber sehr aktiv, den sozialen und kulturellen Austausch fördert, Bürgerfahrten und Veranstaltungen organisiert und die Partnerschaften mit Leben füllt. 


Sie möchten gerne aktiv beim Städtepartnerschaftsverein dabei sein? www.spv-badtoelz.de

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