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Thomas Mann in Bad Tölz

Thomas Mann in Bad Tölz 1906 - 1917
Seit 1906 verbrachte Thomas Mann mit seiner Familie den Sommer in Bad Tölz. Vor allem die "reine Luft der Gegend" tat ihm wohl. Für Thomas Mann war Bad Tölz "ein Ort der Ruhe"... an dem er "wieder ins Gleichgewicht" kommt.

Nachdem sich Thomas Mann für den Sommer jeweils ein Häuschen in Bad Tölz gemietet hatte, konnte er mit seiner Frau Katja im dritten Sommer ein Grundstück an der Heißstraße erwerben. Auf den Roman "Königliche Hoheit" erhielt Thomas Mann für den geplanten Hausbau einen Vorschuß. Das Haus wurde vom Neffen des Architekten Gabriel von Seidl, Hugo Roeckl, im Jugendstil entworfen. Im November 1908 war der Rohbau fertig gestellt. Thomas Mann nannte sein Häuschen "Herrensitzchen", im Briefkopf steht "Bad Tölz. Landhaus Thomas Mann". Für Thomas Mann war die Zeit in Bad Tölz eine entscheidende Phase. Durch die Buddenbrocks war Thomas Mann berühmt geworden, es hatte sich ein gewisser Wohlstand eingestellt und er war in der Gesellschaft anerkannt. Der Roman "Königliche Hoheit" war fertig gestellt. In Bad Tölz beginnt Thomas Mann mit "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" und entwickelt dabei einen neuen Schreibstil. Ebenfalls in Bad Tölz fängt Thomas Mann seinen Bildungsroman "Der Zauberberg" an und arbeitet hier auch immer wieder an seinem großen Essay "Geist und Kunst". Im September 1910 wird im Tölzer Landhaus der 60. Geburtstag des Schwiegervaters, Professor Pringsheim, gefeiert. 1915 suchen Ehefrau Katja und Sohn Klaus nach schweren Erkrankungen in Bad Tölz Genesung. Wegen dieser Erkrankungen war Katja längere Zeit im Waldsanatorium in Davos behandelt worden, dies war die Anregung für den "Zauberberg". Nach einem Aufenthalt mit Frau Katja und Bruder Heinrich in Venedig schreibt Thomas Mann in Bad Tölz den "Tod in Venedig". Für die Kinder Thomas Manns ist das Haus ein Ort kindlicher Seeligkeit, verklärt in ihren Erinnerungen. 1910 wird Tochter Monika dort getauft. Doch hier erfährt Thomas Mann auch von dem tragischen Freitod seiner Schwester Carla und verwindet diesen Schicksalsschlag nur schwer. Hugo von Hofmannsthal bietet Thomas Mann wiederholt seine Gastfreundschaft in dem "netten Fremdenzimmer" des Feriendomizils an.
Im Herbst 1917 - ein Jahr vor Kriegsende - veräußert der durchaus patriotisch gesinnte Thomas Mann das Tölzer Haus gegen eine Kriegsanleihe.

"Das Paradies hat einen bittersüßen Duft von Tannen, Himbeeren und Kräutern, vermischt mit dem charakteristischen Aroma des Mooses, das von der Sonne durchwärmt ist, der großen mächtigen Sonne eines Sommertages in Bad Tölz. Die Lichtung, wo wir den Morgen mit Beerenpflücken verbringen, liegt mitten in dem schönen großen Wald, der gleich hinter unserem Haus beginnt. Gibt es irgendwo auf der Welt noch andere Wälder, die sich mit unserem vergleichen ließen? Gewiß nicht, denn unser Wald ist durchaus einzigartig."

(Klaus Mann, Der Wendepunkt)

Weitere Informationen über Thomas Mann unter www.familie-mann-in-bad-toelz.de

Kontakt +49 (8041) 78 67-0

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