



Künstlergalerie
15.05. - 28.05.2012
Ausstellung „Konfrontationen“
Seit etwa 2005 arbeitet Horst Hermenau an einer Werkgruppe, bei der er das Fotografische mit dem Malerischen verknüpft: Ausgehend von selbst angefertigten digitalen Fotos übermalt er die auf Leinwand geprinteten Bilder teilweise mit Ölfarben. Als Hintergrund dienen ihm Langzeit- bzw. Mehrfach-Belichtungen von Außen- und Innenräumen. Zu diesem zeitlichen bzw. räumlichen Gewebe kommen nun Figuren – angezogen oder nackt – die ein Teil des Bildgrundes werden.
Auf der formalen Ebene sucht Hermenau eine gewisse Vereinheitlichung der Bildstruktur in dem er sich sowohl in der Proportionierung der Figuren als auch der Farbwahl dem vorhandenen Realitätsgrad der Fotografie annähert. Trotzdem geht seine Bemühung in erster Linie dahin, den räumlichen Formaspekt – den die Malerei noch erheblich gegenüber der Fotografie forcieren kann – als Gegenpol zum eher Flächigen der Fotografie zu steigern.
Inhaltlich thematisiert Hermenau Menschen-Zeit-Phänomene, wie sie zu Beginn des 21. Jahrhunderts charakteristisch sind: Fragen nach dem Zusammenleben (oftmals als Allein-Sein veranschaulicht), nach der Kommunikation (z.B. Umgang mit dem Handy) nach den divergierenden kulturellen Verhaltensstrategien der Menschen (progressives, feministisches Verhalten wird mit Traditionellem verknüpft) usw.
Dabei spielen in vielen Bildern Fragen nach dem Eros eine große Rolle.








