Die Tölzer  Krippen

die tölzer

jahreskrippe


In dem neben der Franziskanerkirche eingerichtetem Krippenraum werden in einer Dauerausstellung eine große, qualitätsvolle Jahreskrippe und 4 weihnachtliche Krippen des Tölzer Krippenvereins gezeigt. Die Jahreskrippe wurde ab 1950 von dem ehemaligen Krankenhauspfarrer Josef Radecker, Haar, zusammen mit den bekannten Krippenkünstlern Theodor Gämmerler, München, und Josef Hien, Ottobrunn, geschaffen. Er wollte mit den Mitteln des Krippenbaus die Heilsbotschaft verkünden. In seiner Nachfolge stellen Siegfried und Gerhild Schmeller seit 2012 aus dem umfangreichen Fundus dieser 4x3m großen Krippe mit Figuren, Kleidern, Gebäuden, Landschaften und Hintergründen, in Verbindung mit aufwändiger Lichttechnik, zahlreiche Krippenszenen. Sie wechseln, den Schriftstellen des Kirchenjahres entsprechend, etwa monatlich.

Die Stadt ermöglichte Fam. Schmeller sie weiterhin für die Öffentlichkeit frei zugänglich zu präsentieren.

Folgende Krippen des Tölzer Krippenvereins befinden sich in der Ausstellung:

Mühlfelder Krippe
Theodor Gämmerler, München, versetzte 1934 die Geburt Christi in die historische Salzstrasse, Bad  Tölz, nach einem Foto aus dem Jahre 1920.

Die Herbergssuche
Die Szenerie am alten Khanturm in Bad Tölz gestalteten Ludwig und Jakob Bernhard vom Tölzer Krippenverein.

Schneekrippe mit Christi Geburt
Herbert Haseidl, Oberammergau, fertigte die Figuren und Tiere der alpenländischen Krippe.

Steinkrippe
Mit unbearbeiteten Isarsteinen gestaltete der Münchener Künstler H.J. Weimar eine „Flucht nach Ägypten“.

Diorama Krippe                                                                                                                                                                                                                                     Eine Krippenbaukursarbeit von 2017, gestaltet von Wolfgang Peschl, Bichl mit geschnitzten Figuren von Martin Königsdorfer, Leiter der Krppenbauschule Garmisch-Partenkirchen.

Alle Krippen sind ganzjährig, tägl. von 8-18 Uhr, zu besichtigen.

 

Jahreskrippe in der Franziskanerkirche

Diese Krippe ist aus einer umfangreichen, prachtvollen Tölzer Bürgerkrippe hervorgegangen. Der Zimmermeister Anton Kreis schuf sich um 1920 in engem Kontakt zu bekannten Münchener Krippenbauern seine eigene Hauskrippe, für die er Georg Anderl (1868-1928) als Schnitzer gewann. Dementsprechend qualitätsvoll sind Figuren und Tiere; aber auch die Gebäude zeigen, wie viel Mühe und Sorgfalt man einst auf solche Privatkrippen verwendet hat.

Zu besichtigen: ganzjährig, tägl. von 8-18 Uhr

Müller-Krippe in der Asklepios Stadtklinik

Der Tölzer Schreiner und Kunstmaler Michael Müller erwarb von den Franziskaner um 1950 die Reste der ehemaligen bedeutenden Klosterkrippe, der er als passionierter Krippenbauer zu neuem Leben verhalf. Er schuf eine vielfältige, repräsentative Darstellung der „Anbetung durch die Heiligen Drei Könige“. Aus dem 18. Jh. stammen alle Krippentiere und die Könige mit Teilen ihres Gefolges, aus dem 19. Jh. die anderen Figuren dieser Prachtkrippe. Sie befindet sich auf dem Vorplatz vor den Hauskapellen der Stadtklinik und ist das ganze Jahr allgemein zugänglich.

Zu besichtigen: ganzjährig, tgl. von 8–18 Uhr.

Krippen im Stadtmuseum

Dort werden die Altmünchener „Pauer-Krippe“ und zwei Kastenkrippen des 18./19. Jhrhs., sowie die neapolitanische „Reiter-Krippe“, gezeigt.  

Zu besichtigen: ganzjährig, das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10-17 Uhr geöffnet.

Stadtpfarrkirche "Maria Himmelfahrt"

Der neugotische Hochaltar der Kirche lässt sich öffnen und gibt dann eine Bühne frei, auf welcher Szenen aus der Weihnachtsgeschichte und darüber hinaus bis zu 20 biblische Ereignisse dargestellt werden.  Diese Krippe wird seit 1825 aufgestellt.  Die  130 cm hohen Holzkörper, Köpfe, Hände und Füße hat der einheimische Bildhauer Anton Fröhlich geschnitzt. Diese bekleideten Figuren, aber auch die originalen Kulissen des Münchener Hoftheatermalers Simon Quaglio haben sich so gut erhalten, dass die ursprüngliche Gestaltung weitgehend erhalten blieb. In barocker Tradition stehend, ist die Tölzer Altarkrippe aus dem 19. Jh. eine kunst- und kulturhistorische Rarität.

Nach langjährigen, umfangreichen Restaurierungsarbeiten, farblichem Fassen der Köpfe, Hände und Füße, Fixierung der beweglichen Gelenke, Überarbeitung der großen Kulissen und der Kleider, neuer steuerbarer LED-Beleuchtung, ist die Krippe wieder zu sehen.

Zu besichtigen: 1. Advent bis Ende Juni, täglich von 8-18 Uhr.

weitere Krippen während der

weihnachtszeit


Mühlfeldkirche “Maria Hilf“

Die 1737 neugebaute Wallfahrtskirche hatte schon früh ein kostbares „Weihnachtskripperl“. Teile des heutigen Bestandes gehören noch in die 2. Hälfte des 18. Jhs., der Großteil der Figuren kam später, etwa bis Mitte des 19. Jhs., hinzu. Vier Szenen werden dargestellt, zwei davon geben von der ehemaligen Pracht noch eine Vorstellung: der Zug der Hirten zum neugeborenen Kind mit dem beliebten volkstümlichen „Schaferlturm“ und die Ankunft der Könige am Stall. Der größte Prunk entfaltet sich natürlich im Dreikönigszug mit Kamelen, Pferden, einem lustigen Elefanten, Treibern und Gefolge samt einer Musikkapelle.

Zu besichtigen: 1.Advent - 2. Februar, tgl. von 8-17 Uhr

 

Krippenpavillon in der Marktstraße       

Seit Jahren gehört der Pavillon des Tölzer Krippenvereins in der Markstraße zum festen Bestandteil des Tölzer Christkindlmarktes. Wie der Name „Tölzer Krippe“ sagt, handelt es sich um eine Heimatkrippe: Das vor langer Zeit in weiter Ferne Geschehene wird vergegenwärtigt und in die eigene Umgebung versetzt. Nach der Verkündigung wird die Geburt Christi und die Ankunft der Hl. Drei Könige vor der Kulisse des „Schretzenstaller Hauses“ in der Marktstraße dargestellt. Mitglieder des Krippenvereins gestalteten die Krippe, die Figuren fertigte der Tölzer Schnitzer Erich Hoffmann.

Zu besichtigen: 1. Advent - 2. Februar

 

Seniorenwohnheim Josefistift

Im Eingangsbereich wird die neugestaltete, vergrößerte und restaurierte Hauskrippe mit Beständen des 19./20. Jhs. in 7 Szenen von der Verkündigung bis zu Flucht nach Ägypten aufgebaut.

Zu besichtigen: 1. Advent bis 2. Februar,  tgl. von 8-18 Uhr, frei zugänglich

 

Kalvarienbergkirche

Unter dem erhöhten Kreuzaltar öffnet sich das Heilige Grab zu Kirchenraum hin. In dieser Grotte werden Szenen von der „Verkündigung“ bis zum „Haus Nazareth“ mit großen bekleideten Krippenfiguren, vorwiegend aus der 1. Hälfte des 19. Jhds., aufgestellt.

Zu besichtigen: 1. Advent bis 2. Februar, tgl. von 8-18 Uhr

 

Kirche „Hl. Familie“

In der etwas vom Stadtzentrum entfernten, südlich gelegen Kirche werden 4 Krippenszenen  mit einem guten Bestand älterer, wohl in München entstandenen holzgeschnitzter Figuren aufgestellt, die in der Nachfolge der Giner stehen. Sehenswert ist vor allem der Zug der Heiligen Drei Könige.

Zu besichtigen: 1. Advent bis 2. Februar, tgl. von 8-18 Uhr

krippen in der

Umgebung


Fischbach, Kirche St. Johannes d. T.

Seit 2014 gestaltet und erweitert Martin Heimgreiter die neue orientalische Krippe mit 30 cm bekleideten Figuren aus Südtirol, die am Kircheneingang aufgestellt werden.

Zu besichtigen: 20.12. - 2.2., ganztags am Kircheneingang

 

Reutberg, Klosterkirche

Die historische Barockkrippe, eine der bedeutendsten Bayerns,  wird mit den Szenen Christi Geburt, Heiligen Drei Könige, Hochzeit zu Kana und Darstellung im Tempel aufgebaut.

 Zu besichtigen: 2. Advent bis 2.2., tgl. 9-18 Uhr, aus der Nähe nur vor und nach den Gottesdiensten und Andachten.

 

Gaißach, Pfarrhof (Dorf 16)

Die große, im Umland bekannt und geschätzte „Reiner Krippe“ von 1925 wird mit Szenen Christi Geburt und Heiligen Drei Könige aufgebaut.

Zu besichtigen: 22.12. -  7.1., tgl. 12.30-16 Uhr

 

Lenggries, Pfarrkirche St. Jakob

Die beiden aus mehreren Epochen stammenden, teilweise bis zu 250 Jahre alten Krippen werden im Hochaltar und im Turm der Kirche in wechselnden Darstellungen aufgestellt.

Zu besichtigen: 1.Advent bis 2.2., tgl. 8-18 Uhr

 

Bad Heilbrunn, Kirche St. Kilian

Mit der wertvollen, neugestalteten und restaurierten „Osterrieder-Krippe“ werden mehrere Darstellungen gezeigt.

Zu besichtigen: Hl. Abend bis  2.2., tgl. 9-18 Uhr.

 

Bichl, Kirche St.Georg

Die orientalische Krippe, aus „Münchener Schule“ und mit ergänzenden Figuren von Herbert Haseidl, Oberammergau wird in mehreren Szenen aufgestellt.

Zu besichtigen: 2. Advent bis 2.2., tgl. 9-18 Uhr.

 

Benediktbeuern, Marienkirche

Mit dem reichen Fundus der ehemaligen gut erhaltenen Klosterkrippe aus dem 18./19. Jhd. werden viele Darstellungen aufgebaut. Die Benediktbeurer Krippe gehört zu den wichtigsten der Barockzeit in Süddeutschland.

Zu besichtigen: 1. Advent bis Palmsonntag, tgl. 8-18 Uhr.

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