Stele 1

in der stadtbibliothek

thomas-mann-zimmer


GPS-Koordinaten für diese Station: 47.764104, 11.563791

Die heutige Stadtbibliothek, früher Bahnhofstraße 21, war ursprünglich das Königliche Amtsgericht für Bad Tölz und sein Umland.

Im ersten Stock befindet sich eine Nachbildung des Arbeitszimmers von Thomas Mann. Der Besucher kann sich an eine Kopie des Schreibtisches setzen, an dem der Schriftsteller in der Münchener Poschingerstraße und im kalifornischen Pacific Palisades geschrieben hat. Das Ausstellungsobjekt war im Film "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" (2001) von Heinrich Breloer zu sehen.
Neben weiteren Requisiten besticht die Bibliothek mit vielen Erstausgaben des Literaturnobelpreisträgers.

„Zu unserer Rechten liegt das Sommer-Städtchen, Tölz mit seinen bemalten Häusern, seinem holprigen Pflaster, seinen Biergärten und Madonnenbildern.“
Klaus Mann in Der Wendepunkt

 

Öffnungszeite Stadtbibliothek:
Dienstag und Freitag: 11:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch: 10:00 - 15:00 Uhr
Donnerstag: 11:00 - 19:00 Uhr
Samstag: 09:00 - 12:00 Uhr
Sonntag und Montag: geschlossen


 

die einrichtung


Das Arbeitszimmer entspricht weitgehend den Räumen, in denen Thomas Mann an seinen Werken gearbeitet hat. Zu sehen gibt es unter anderem einen neo-barocken Schreibtisch, den dazugehörigen Sessel und zwei Regalschränke. Die originalgetreuen Möbel waren Requisiten, welche das Thomas-Mann-Forum der Stadt Bad Tölz schenkte. Außerdem besticht das Zimmer mit einer Bibliothek mit vielen Erstausgaben des großen Schriftstellers.
Zur weiteren Ausstattung gehören die (Plastik-)Nachbildung einer Bronze-Büste, die Thomas Manns Tochter Elisabeth darstellt, sowie Repliken einer Max-Liebermann-Zeichnung von Thomas Mann sowie des Lieblingsgemälde des Dichters, „Die Quelle“ von Ludwig von Hofmann.

zitat


Thomas Mann lud im Sommer 1912 besonders viele Gäste nach Tölz ein, da Katia Mann wegen eines Lungenspitzenkatarrhs in Davos weilte. Den Gästen konnte er aus der eben beendeten Novelle „Tod in Venedig“ vorlesen. Er schrieb:
Ich lebte, als ich die Geschichte zu Ende schrieb, (…) allein mit den Kindern in Tölz, und der bewegte Anteil, den zu Besuch kommenden Freunden bei abendlichen Vorlesungen in meinem kleinen Arbeitszimmer daran nahmen, mochte mich auf das fast stürmische Aufsehen vorbereiten, das sie bei ihrem Erscheinen in der Öffentlichkeit erregen sollte.“

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