Stele 8

am kalvarienberg

Schlittenberg


GPS-Koordinaten für diese Station: 47.763864, 11.555173

Eigentlich war Bad Tölz die Sommerresidenz der Familie Mann.
Aber es kam auch vor, besonders zu Kriegszeiten, dass sich der
Schriftsteller mit den Seinen im Winter dort aufhielt. Dann
war das Schlittenfahren an der Galgenleite, dank der schneereichen Winter, die Lieblingsbeschäftigung der Mann-Kinder. Thomas Mann erlebte seinen ersten heftigen Schneewinter in Bad Tölz und verarbeitete diesen in "Der Zauberberg" in seinem Schneekapitel. Davon schreibt er in dem Brief vom Februar 1915 an Ernst Bertram: „… sechs Wochen in Tölz – ein Schneeabenteuer war es, ich hatte so viel Schnee in meinem Leben noch nicht gesehen und habe eigentlich bei dieser Gelegenheit erst Bekanntschaft mit diesem Element gemacht – sechs Wochen in Tölz.“

„Statt der Sonne jedoch gab es Schnee, Schnee in Massen, so kolossal viel Schnee, wie Hans Castorp in seinem Leben noch nicht gesehen.“
Thomas Mann in Der Zauberberg

geschichte


Der Hintersberg hat einige Spitznamen: Die Bezeichnung „Galgenleite“, geht bis ins Mittelalter zurück. Am „Höhenberg“, dem heutigen Kalvarienberg, befand sich ein Galgen, welcher wegen des Kirchenbaus 1761 weiter nach Norden verlegt werden musste. Daran erinnert heute noch die Bezeichnung „Galgenleite“.  
Da Tölz viele schneereiche Winter hatte, nutzten die Kinder ihn seither als „Schlittenberg“. Unzählige Kinder sausten mit dem Schlitten oder mit den Skiern den Hang hinab und spielten im Schnee. Auch heute noch wird der Hang für den Winterspaß genutzt.   

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